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Jürgen Happe
Telefon: 02835/10-47
E-Mail: juergen.happe@issum.de

Gemeinde Issum
Herrlichkeit 7 - 9
47661 Issum



Inhalt

Integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept Issum - 2. Workshop

Workshop II am 01. Juli 2010 im Bürgerhaus Sevelen

Zweiter Workshop als nächster Schritt zur Konkretisierung

Trotz hochsommerlicher Temperaturen trafen sich rund 25 Meinungsträger und Meinungsträgerinnen, die Verwaltung der Gemeinde Issum und das betreuende Büro ASS am 01. Juli 2010 zum zweiten Workshop im Rahmen der Erarbeitung des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzepts für die Gemeinde Issum.

Die Schwerpunkte des Workshops waren die Diskussion der Arbeits- und Funktionsteilung zwischen den Ortsteilen Issum, Sevelen, Oermten und dem übrigen Gemeindegebiet sowie die Erörterung der Entwicklungschancen für den Ortskern von Issum.

Hier die wichtigsten Ergebnisse:

Um eine zukunftsfähige Entwicklung der gesamten Gemeinde Issum zu gewährleisten, ist es notwendig, Arbeiten und Funktionen auf die Ortsteile Issum, Sevelen und Oermten sowie das übrige Gemeindegebiet zu verteilen. Dabei müssen in den Ortsteilen Nutzungsschwerpunkte gebildet werden. In einer zukunftsfähigen Gemeindestruktur können nicht alle Angebote in allen Ortsteilen Issums vorgehalten werden. Die Gemeinde muss Schritt für Schritt eine zentralörtliche Gliederung ausprägen.

Dem Ortskern von Issum kommt die Funktion des Hauptzentrums für die gesamte Gemeinde Issum zu. Sevelen soll sich als voll funktionsfähiges Nebenzentrum weiter entwickeln. Issum und Sevelen sollen gleichzeitig als Ortsteilzentrum die Nahversorgung sicher stellen und Angebote des mittelfristigen Bedarfs aufweisen. In beiden Ortskernen ist die Aufenthaltsqualität zu steigern.

Freizeit und Sport wird schwerpunktmäßig in Sevelen gesehen. Das Themenfeld Wohnen bietet Entwicklungspotenzial in beiden Ortsteilen. Bezogen auf die nahezu zu gleichen Anteilen verfügbaren Wohnbauflächen in Issum und Sevelen, wird für beide Ortsteile eine gleichwertige Entwicklung der Bevölkerung prognostiziert. Spezialisierte Wohnformen und Modellvorhaben müssen dabei in jedem Fall berücksichtigt werden. Derzeit besteht im Bereich des Altenwohnens besonders in Issum noch ein Nachholbedarf.

Zur Steigerung der Attraktivität der Gemeinde Issum, aber besonders der Ortskerne in Issum und Sevelen, ist das Erscheinungsbild, insbesondere der historischen Bausubstanz, aufzuwerten. Eine positiv ausgeprägte Baukultur kann die Identifikation mit der Gemeinde stärken, als Alleinstellungsmerkmal wirken und den Tourismus befördern. Als Beispiele können Wachtendonk oder Norden (Nordfriesland) herangezogen werden. Dieses Thema wird zu einem späteren Zeitpunkt vertieft.

Den zweiten Schwerpunkt des Workshops bildeten die konkreteren Entwicklungsperspektiven für den Ortskern Issum. Soll sich der Ortskern als Hauptzentrum entwickeln, sind zwingend die vorhandenen Flächenpotenziale zu nutzen. Die vorgeschlagenen Nutzungen reichen von Wohnen über Einzelhandel bis hin zu Freizeiteinrichtungen.

Das räumlich große Karree des Ortskerns weist zentrale Angebote (z. B. Einzelhandel, Banken, Ärzte, Rathaus usw.) nur mit zum Teil weiten Abständen auf. Ein konzentriertes Angebot ist nicht vorhanden und viele Leerstände verdeutlichen, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Vom Büro ASS werden Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich Gelderner Straße, Kapellener Straße und Schulstraße sowie die Chancen für die konzentrierten Angebote im Bereich der evangelischen Kirche und des Vogt-von-Belle Platzes untersucht.

Zur Ansiedlung von Einzelhandel und entsprechender Ankernutzungen werden im Zentrum größere zukunftsfähige Flächen benötigt, die auch von Investoren nachgefragt werden. Dadurch, dass sich der großflächige Einzelhandel an die Randbereiche der Ortsteile verlagert hat, wurde der Ortskern nicht gestärkt.

Hauptziele für die Entwicklung im Ortskern Issum sind:

  • Hauptzentrum mit mehr (Einzelhandels-) Angeboten im Ortskern ausbilden
  • Aufenthaltsqualität schaffen
  • Nutzungen an historischen Orten etablieren und unattraktive Stellen aufwerten

Das Ergebnis der anschließenden Diskussion war, dass nun für den Ortskern, gebildet durch den Straßenzug Gelderner Straße, Kapellener Straße, Mittelstraße und Schulstraße sowie Rathaus/ Sankt Nikolaus Kirche Verbesserungsvorschläge und Nutzungsalternativen für die Flächenpotenziale unterbreitet werden.

Für das Umfeld um die evangelische Kirche, den Bereich Vogt-von-Belle Platz und die Achse dazwischen sollen Konzepte (alternativ oder ergänzend) entwickelt werden, die zu einer Aufwertung und Belebung des Ortskerns Issum führen.

Aus zeitlichen Gründen konnte der Ortskern Sevelen leider nicht mehr in diesem Workshop bearbeitet werden. Der Ortskern Sevelen wird nach der Sommerpause behandelt. Ein genauer Termin wird in den nächsten Tagen abgestimmt und den Beteiligten mitgeteilt. Weiterhin gilt für das Entwicklungs- und Handlungskonzept: Nur durch gemeinsames Handeln aller Beteiligten können nachhaltig wirksame Zukunftsperspektiven für die gesamte Gemeinde erarbeitet und umgesetzt werden.

Machen Sie mit und helfen Sie mit.
Gerhard Kawaters
Hans-Joachim Hamerla
Issum, Düsseldorf, 19. Juli 2010

Hinweis:
Um die Beteiligten auch in der Zwischenzeit in das Verfahren zu integrieren, besteht weiterhin die Möglichkeit, Anregungen, Wünsche und Bedenken über die Gemeinde Issum oder über direkten Kontakt zum Büro ASS mitzuteilen.