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Jürgen Happe
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Gemeinde Issum
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Integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept Issum - 1. Workshop

Workshop I am 27. Mai 2010 im Ratssaal Haus Issum

Zukunftsperspektiven für Issum - Erster Workshop brachte wertvolle Ergebnisse

Der Einstieg in die Erstellung des integrierten Enzwicklungs- und Handlungskonzepts ist mit sehr positiver Resonanz erfolgt. Von Beginn an wurde die Erarbeitung durch einen intensiven Partizipationsprozess begleitet. Die Einbeziehung der Bevölkerung (Passantenbefragung und Internet) und die Berücksichtigung der spezifischen Kenntnisse, Erfahrungswerte und Vorstellungen von Meinungsträgerinnen und Meinungsträgern fanden so Eingang in die Arbeit. In den durchgeführten Gesprächsrunden mit den örtlichen Akteuren kam es zu lebhaften Diskussionen und es wurden umfassende Anregungen unterbreitet.

Am 27. Mai 2010 trafen sich in der Folge rund 35 Meinungsträgerinnen und Meinungsträgern zu einem ersten Workshop. Dieser beschäftigte sich mit den Entwicklungschancen und Perspektiven für die gesamte Gemeinde Issum. Schwerpunkte waren die Bewältigung des demografischen Wandels, mit den Auswirkungen auf die Siedlungsentwicklung, die (auch soziale) Infrastruktur und so weiter und die abzuleitenden Handlungsschritte.

Sowohl aus der Passantenbefragung und den Gesprächen mit Meinungsträgerinnen und Meinungsträgern als auch aus der Analyse und Erhebung durch das Büro ASS bildeten sich folgende Ergebnisse als Schwerpunkte heraus:

  • Issum ist ein attraktiver Wohnstandort und bietet eine hohe Lebens- und Wohnqualität, gestützt durch das vorhandene Wohnraumangebot und das Wohnumfeld. Es fehlen im Wohnungsmarkt über die Einfamilienhausstruktur hinaus jedoch Angebote für verschiedene Zielgruppen (Mehrgenerationenwohnen, altengerechtes Wohnen).
  • Die Lage der Gemeinde Issum im attraktiven Landschaftsraum am unteren Niederrhein zusammen mit der guten Erreichbarkeit über B 58 und A 57 besteht eine optimale Anbindung an das Ruhrgebiet, Düsseldorf, Niederlande und an Städte und Gemeinden in näherer Umgebung.
  • Das Gemeinwesen in Issum zeichnet sich durch ein intaktes und sehr aktives Leben aus. Gemeinsames Handeln und gegenseitige Unterstützung finden sich sowohl im privaten Bereich als auch im Rahmen von Veranstaltungen und Vereinsaktivitäten.
  • Die räumliche Struktur der Gemeinde ist gekennzeichnet durch die parallele Existenz der Ortsteile Issum und Sevelen. Die durch die kommunale Neugliederung 1969 entstandene Gemeinde Issum ist bis heute weder im gesellschaftlichen Leben noch "in den Köpfen" der Bevölkerung tief genug verankert. Die Konzentration des Lebens und des Angebots auf jeweils einen Ortsteil hat den Vorteil der sehr wohnungsnahen Versorgung, der Überschaubarkeit und Identifikation. Nachteilig wirkt sich aus, dass das Potenzial in vielen Fällen nicht ausreicht, umfassende und qualifizierte und erst recht spezialisierte Angebote zu etablieren. Letztendlich führt ein Doppelangebot zu einer höheren finanziellen Belastung.
  • Beide Ortskerne bieten in ihrer Attraktivität Potenziale, die jedoch deutlich ausgebaut werden müssen. Für die Erhaltung der Ortskerne und den Ausbau von Angeboten in den Kernen im Hinblick auf Verdichtung des Einzelhandels, Etablierung von Außengastronomie und die verbesserte Präsentation zum öffentlichen Raum besteht eindeutiger Handlungsbedarf.
  • Der Ausbau des Gewerbegebiets und die damit verbundene Verbesserung der wirtschaftlichen Situation (Schaffung von Arbeitsplätzen) ist ein Ziel der Gemeindeentwicklung. Die Etablierung und der Ausbau des sollte Tourismus als zukunftsträchtiger Wirtschaftsfaktor erfolgen.

Aus den dargestellten Erkenntnissen wurden gemeinsam Schlussfolgerungen und Zielvorstellungen abgeleitet und der Handlungsbedarf definiert. Eine gute Ausgangssituation ist gegeben: Issum ist attraktiv, Issum hat Potenzial - aber: Issum verkauft sich unter Wert und muss insbesondere die vorhandenen Potenziale aktivieren. Ziel ist, die Attraktivität Issums weiter zu steigern und die Angebote auszubauen und so dem demografischen Wandel durch das Halten der eigenen Bevölkerung und Zuzug von Auswärtigen begegnen zu können. Dazu müssen klare Prioritäten gesetzt werden. Die Mobilisierung der bestehenden Wohnbaupotenziale soll vorangetrieben werden, um einer breiten Klientel attraktiven Wohnraum zu bieten. Eine Mischung verschiedener nachgefragter Wohnformen muss das Ziel sein. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nicht nur neue Wohngebiete in Randlagen der Gemeinde ausgewiesen sondern auch innerörtliche Flächen und Bestandsimmobilien zukunftsfähig in den Wohnungsmarkt integriert werden. Angebote für junge Familien und ältere Menschen (Beispiel: Mehrgenerationenwohnen) müssen den Schwerpunkt bilden.

Angestrebt wird, eine konzertierte Aktion zwischen allen Beteiligten (Stadt, Flächeneigentümer, Banken, Unternehmer u. w.) anzustoßen, um Bauland möglichst kurzfristig bereitstellen und auch in den Ortskernen Issum und Sevelen Wohnungsbau für alle Zielgruppen (junge Familien, Alleinstehende, Mehrgenerationen) realisieren zu können.

Dies gilt für das gesamte Entwicklungs- und Handlungskonzept: Gemeinsam sind wir stärker, jede Meinung ist gefragt, jede Anregung und noch mehr Initiative ist wichtig.

Hinweis:
In einem zweiten Workshop am 01. Juli 2010 wird die "Entwicklung der Ortskerne Issum und Sevelen" den Betrachtungsschwerpunkt bilden. Um die Beteiligten auch in der Zwischenzeit in das Verfahren zu integrieren, besteht weiterhin die Möglichkeit, Anregungen, Wünsche und Bedenken über die Gemeinde Issum oder über direkten Kontakt zum Büro ASS mitzuteilen.

Issum, Düsseldorf, 31. Mai 2010
Gerhard Kawaters
Hans-Joachim Hamerla